Mittwoch, 12. Dezember 2018
Notruf: 112
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Informationsbericht der IRLS Leipzig

Danke an die Kolleginnen und Kollegen für ihre tolle Arbeit In der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) Leipzig, welche am 27.01.2016 ihren Betrieb für das Gebiet der Stadt Leipzig aufgenommen hat, werden seit dem 28.06.2016 auch für den Landkreis Nordsachsen und seit dem 30.08.2017 für den Landkreis Leipzig Notrufe entgegengenommen und Einsätze der Feuerwehr und des Rettungsdienstes disponiert.

Im Jahr 2017 waren dies insgesamt ca. 250.000 Einsätze im gesamten Versorgungsbereich, wobei der Großteil mit rund 127.000 im Bereich der Notfallrettung lag. Bei der Notrufabfrage spielt die Identifikation des Notrufortes eine entscheidende Rolle. Dafür stehen dem Disponenten neben einem umfangreichen Geoinformationssystem auch die Mitarbeiter der ehemaligen Leitstellen in Delitzsch und Grimma, welche jetzt ihren Dienst in der IRLS Leipzig verrichten, unterstützend zur Seite. Grundlage bildet jedoch, wie bei allen anderen Leitstellen auch, die Nennung der örtlichen Gegebenheit, ggf. mit besonderen Objekten, durch den Anrufer im Rahmen des Notrufabfragegespräches. Eine besondere Einsatzlage für die IRLS Leipzig stellte der Orkan Friederike am 28.01.2018 dar. Dieser forderte die Leitstelle erheblich. Insgesamt wurden an diesem Tag rund 2500 Einsätze, davon 1700 Feuerwehreinsätze, abgearbeitet. Dies war nur auf Grund des hohen Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der IRLS möglich. Trotzdem kam es in den Spitzenzeiten, in welchen rund 280 Einsätze/h abgearbeitet wurden, zu Wartezeiten am Notruf. Daher eine Bitte an alle Bürgerinnen und Bürger: Grundsätzlich ist die 112 nur für lebensbedrohliche Situationen zu wählen. Für andere medizinische Sachverhalte ist u.a. der kassenärztliche Bereitschafsdienst über die 116117 zu erreichen. In Sonderlagen, wie das beim Unwetter Friederike der Fall war, ist zu überlegen, ob der Sturmschaden tatsächlich einen sofortigen Notruf bedarf oder eine Meldung und Abarbeitung am nächsten Tag nicht auch möglich ist, um die knappen Ressourcen für lebensbedrohliche und damit zeitkritische Einsätze vorzuhalten.


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